"Walter Markert in Münstermaifeld"
Eine Ausstellung zum 100 Geburtstag
Am Sonntag dem 25.10.2026 wurde die Ausstellung Walter Markert in Münstermaifeld, genau am 100-jährigen Geburtstag eröffnet. Der 1. Vorsitzenende des Fordervereins Dr. Lars Brücher begrüßte die zahlreichen Besucher in den Räumen der Stiftung Kulturbesitz Gebiet Münstermaifeld in der alten Propstei. Unter den Gästen waren auch die beiden Töchter von Walter Markert. Beide trugen mit großzügigen Leihgaben und Informationen über ihren Vater zum Gelingen dieser Ausstellung bei.
Lars Brücher bedankte sich auch im Namen der Stiftung bei den weiteren Leihgebern von Bildern und Gemälden. Die Konzeption der Ausstellung und das dazu entstandene Begleitbuch wurden von Dr. Harry Seiwert, Kunsthistoriker aus Trier, erarbeitet. Seiwert erläuterte in seiner Einführung den Werdegang Markerts und sein Kunstschaffen während seiner Zeit in Münstermaifeld. Die vielfältigen Bilder zeugen von der Entwicklung und besonderen Qualität seines Schaffens in der Zeit von 1945 – 1965.
Walter Markert war nach seinem Kunststudium an der ehemaligen Kurfürst Balduin Aufbauschule Lehrer für Kunst und Sport. Zwei wichtige Werke sind heute noch am jetzigen Gymnasium erhalten. Die schön gestaltete und informative Monografie von Harry Seiwert ist direkt beim Kulturverein Münstermaifeld oder in der Maifeld Bücherei Münstermaifeld für 24 € zu erwerben.
Markerts Tochter Roswitha Heid, die in Münstermaifeld geboren wurde, erläuterte in Ihrer Ansprache das künstlerische Schaffen ihres Vaters, ihre Kindheit in einem Künstlerhaushalt und in sehr persönlichen Worten die Freude über diese gelungene Ausstellung zum hundertsten Geburtstag ihres Vaters. Gerade die Auseinandersetzung bei der Entstehung dieser Ausstellung hat für sie einen neuen Zugang zum künstlerischen Schaffens ihres Vaters hervorgerufen.
In über 60 Werken Markerts wird seine Entwicklung, die Reflexion seiner damaligen Umgebung in Münstermaifeld und dem Maifeld bis hin zur Abstraktion aufgezeigt. Neben einer Reproduktion des großen Wandbildes aus dem Gymnasium sind Studien und Gemälde präsentiert, die die Entstehung des Wand-Triptychons nachvollziehen lassen. Zu sehen sind weiterhin Landschaftsbilder vom Maifeld, Eindrücke aus Münstermaifeld direkt, wie der ehemalige Hut Laden, sowie Ereignisse in Münstermaifeld. In einem separaten Raum werden Bilder präsentiert, die während der Maifelder Zeit bei Besuchen in Paris entstanden sind. Der Rundgang durch die Ausstellung endet im letzten Raum der den Übergang zur Abstraktion vermittelt.
Die Stiftung Kulturbesitz Gebiet Münstermaifeld dankt besonders Dr. Harry Seiwert für die Ausstellungskonzeption und das besonders gelungene Begleitbuch. Wir wünschen der Ausstellung noch viele weitere Besucher. Die Probstei ist noch bis einschließlich Samstag, den 28. November samstags und sonntags von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist wie immer frei.